Liveticker Ukraine-Krieg – Regierungskonsultationen: Selenskij heute in Berlin

14.04.2026 11:19 Uhr
11:19 Uhr
FSB meldet vereitelten Anschlag auf hochrangigen Sicherheitsbeamten in Moskau
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat eigenen Angaben zufolge einen geplanten Anschlag auf einen hochrangigen Sicherheitsbeamten in Moskau verhindert und mehrere Verdächtige festgenommen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Laut der FSB-Zentralstelle habe einer der Verdächtigen, ein ukrainischer Staatsbürger aus Truskawez im Gebiet Lwow, in einem Video gestanden, im Dezember 2025 nach Russland eingeschleust worden zu sein. Ziel sei die Vorbereitung eines Attentats mit einem Sprengsatz gewesen. Später habe er einen gefälschten Pass sowie Sprengstoff erhalten und den Auftrag bekommen, den Sprengsatz in einem Elektroroller zu verstecken. Der Verdächtige erklärte:
"Ich wurde von einem SBU-Mitarbeiter namens Anton über WhatsApp angeworben. Später habe ich auf Anweisung des Koordinators einen Sprengsatz gebaut und ihn in eine Stromstation eingesetzt, die ich dann in einen Elektroroller gelegt habe. Den Roller habe ich dann am 2. April in der Nähe eines Einkaufszentrums abgestellt."
Ein weiterer Festgenommener aus Russland berichtete, er habe über Telegram ein Angebot für eine "Nebenbeschäftigung" erhalten und sei gegen Bezahlung mit Aufklärungsaufgaben betraut worden. Für seine Videoaufnahmen habe er 5.000 Rubel (rund 55 Euro) erhalten. Auch ein dritter Verdächtiger aus Moldawien gab an, im Auftrag eines ukrainischsprachigen Kontaktmanns Videoaufnahmen von Objekten in Moskau erstellt zu haben. Er habe entsprechende Anweisungen befolgt.
Laut FSB waren insgesamt drei Personen aus der Ukraine, Moldawien und Russland in den Fall involviert. Der Sprengsatz sei in einem als Ladeeinheit getarnten Behälter in einem Elektroroller versteckt worden. Der Anschlag wurde im Vorfeld entdeckt und verhindert.
10:55 Uhr
Regierungskonsultationen: Selenskij heute in Berlin
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij reist am Dienstag zu einem offiziellen Besuch nach Berlin. Dort sind deutsch-ukrainische Regierungskonsultationen sowie ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz geplant. Dies berichten ukrainische Regierungskreise gegenüber Euronews. Informationen zu den konkreten Themen liegen bislang nicht vor.
Parallel zu den politischen Gesprächen auf Regierungsebene finden in Berlin auch Treffen auf Verteidigungsebene statt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius empfängt seinen ukrainischen Amtskollegen Michail Fjodorow. Für Mittwoch sind zudem Gespräche mit dem britischen Verteidigungsminister John Healey sowie NATO-Generalsekretär Mark Rutte vorgesehen.
Im Vorfeld seines Besuchs hatte Selenskij angekündigt, in den kommenden Tagen mit europäischen Staats- und Regierungschefs über eine gemeinsame europäisch-ukrainische Luftverteidigungsarchitektur zu sprechen. Eine solche Struktur könne nach seinen Worten zu einem zentralen Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur werden. Selenskij sagte wörtlich:
"Ich bin überzeugt, dass die Ukraine zu einem zentralen Bestandteil des europäischen Sicherheitssystems werden wird. Die Alternative liegt auf der Hand: Andernfalls laufen einige europäische Länder Gefahr, Teil des russischen Einflussbereichs zu werden."10:35 Uhr
85 ukrainische Drohnen innerhalb eines Tages über Kursk abgeschossen
Über dem Gebiet Kursk sind innerhalb von 24 Stunden insgesamt 85 ukrainische Drohnen verschiedener Typen abgeschossen worden. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinschtein auf der Plattform Max mit. Demnach habe es zudem 17 Artillerieangriffe auf evakuierte Gebiete gegeben. Siebenmal seien Sprengsätze per Drohne eingesetzt worden. Bei den Angriffen wurden mehrere Menschen verletzt. Alle Betroffenen wurden in das Regionalkrankenhaus in Kursk gebracht. Es gab keine Todesopfer.
10:14 Uhr
Finnischer Politiker warnt nach Drohnenvorfällen vor Folgen für Kiew
Ein finnischer Politiker hat die Ukraine nach mehreren Drohnenvorfällen in Finnland gewarnt. Andernfalls könne das Land die Unterstützung Helsinkis verlieren. Armand Mema von der Partei "Allianz der Freiheit" schrieb im sozialen Netzwerk X:
"Selenskij kann sicher sein, die Unterstützung Finnlands zu verlieren, wenn noch mehr Drohnen auf finnischem Gebiet abstürzen."
Zuvor hatten finnische Medien berichtet, dass in der Gemeinde Iitti eine Drohne mit einer nicht detonierten Sprengladung gefunden worden war. Ende März wurden zudem mehrere ähnliche Vorfälle gemeldet, unter anderem nahe Kouvola sowie auf einem zugefrorenen See in Parikkala an der Grenze zu Russland. Laut Polizei sollen alle vier in diesem Zeitraum registrierten Luftraumverletzungen durch ukrainische Drohnen erfolgt sein.
09:55 Uhr
Sicherheitskreise: Munition auf zivilem Flughafen in Charkow gelagert
Die ukrainischen Streitkräfte sollen den zivilen Flughafen in Charkow zur Lagerung von Munition nutzen. Dies berichten Vertreter der russischen Sicherheitsstrukturen gegenüber RIA Nowosti:
"Auf dem Gelände des Flughafens Charkow werden Munition und Ausrüstung gelagert. Sie werden getarnt, doch man nutzt bewusst ein ziviles Objekt als zusätzliche Absicherung."
Demnach sollen dort auch Waffen gelagert werden, die für Angriffe auf grenznahe Regionen Russlands vorgesehen sind.
09:34 Uhr
Experte meldet Minenfelder und neue Befestigungen der Ukraine
Laut dem Militärexperten Andrei Marotschko haben ukrainische Truppen eine rund sieben Kilometer lange Uferlinie des Sewerski Donez in der Donezker Volksrepublik (DVR) vermint. Er erklärte unter Berufung auf eigene Quellen:
"Die ukrainischen Formationen haben die sieben Kilometer lange Uferlinie des Flusses in der Nähe von Starodubowka und Piskunowka vermint."
Zudem hätten ukrainische Einheiten östlich von Nikolajewka neue Befestigungsanlagen mit dauerhaften Feuerstellungen errichtet, so Marotschko.
"Sie reichen nahezu bis Kriwaja Luka und Koleniki. Alle Positionen sind durch ein Grabensystem verbunden. Die Versorgungswege sind mit Drohnenschutznetzen abgesichert."
09:11 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff im Gebiet Lipezk: Frau getötet, mehrere Verletzte
Bei einem Drohnenangriff ukrainischer Streitkräfte auf die zweitgrößte Stadt Jelez im Gebiet Lipezk kam eine Zivilistin ums Leben. Dies teilte der Gouverneur des Gebiets Lipezk, Igor Artamonow, auf Telegram mit:
"Jelez wurde von Drohnen angegriffen. Leider gibt es Opfer. In einem Wohnhaus in der Tscherokmanow-Straße ist eine Frau gestorben. Weitere fünf Menschen wurden verletzt, vier von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden."
Zudem beschädigten Trümmer der Drohnen Fenster in mehreren Wohnhäusern. Auch das Dorf Dolgorukowo wurde angegriffen. Dort brach nach dem Absturz einer Drohne ein Feuer in einem Wohnhaus aus, das jedoch gelöscht werden konnte. Verletzte gab es laut Behördenangaben nicht.
08:43 Uhr
Russische Truppen drängen ukrainische Kräfte aus Osernoje zurück
Russische Truppen drängen die ukrainischen Streitkräfte aus der Siedlung Osernoje in der Donezker Volksrepublik (DVR) zurück. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Demnach rücken die Einheiten südöstlich des Ortes entlang des Flusses Sewerski Donez vor und umgehen die Ortschaft.
"So drängen wir die ukrainischen Kämpfer auf das gegenüberliegende Ufer und zwingen sie, den Ort zu verlassen."
Ein Großteil von Osernoje befinde sich inzwischen in der "grauen Zone", da sich die ukrainischen Kräfte zurückgezogen hätten. Zugleich verwies Marotschko darauf, dass strategische Höhen weiterhin unter der Kontrolle der ukrainischen Seite stünden, was das Vorrücken verlangsame.
08:16 Uhr
Experte wirft Kiew Beschuss eigener Gebiete vor
Während der von Russlands Präsident Wladimir Putin ausgerufenen Oster-Waffenruhe sollen ukrainische Truppen eigene rückwärtige Gebiete beschossen haben. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:
"In den Gebieten Sumy, Charkow und Saporoschje wurden Fälle registriert, in denen ukrainische Einheiten ihre eigenen Hinterlandregionen beschossen haben."
Ziel sei es dabei gewesen, "die russischen Streitkräfte zu diskreditieren". Solche Vorfälle seien "keine Neuheit" und träten "bei nahezu jeder Waffenruhe" auf, so Marotschko. Das russische Verteidigungsministerium meldete während der Oster-Waffenruhe vom 11. bis 12. April insgesamt 6.558 Verstöße durch die Ukraine.
07:59 Uhr
Durch ukrainische Angriffe binnen einer Woche 29 Zivilisten getötet, 170 verletzt

SymbolbildAlexei Suchorukow / Sputnik Binnen einer Woche wurden fast 200 Zivilisten, darunter auch Kinder, Opfer der Attacken der ukrainischen Armee. Dies erklärte Rodion Miroschnik, der für die Verbrechen des Kiewer Regimes zuständige Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, gegenüber TASS.
"In der vergangenen Woche erlitten 170 Zivilisten, darunter 12 Minderjährige, bei dem Beschuss der Nazis Verletzungen. 29 Menschen, darunter drei Minderjährige, wurden getötet. Die größte Zahl von Opfern wurde in den Gebieten Belgorod, Cherson, Saporoschje und in der DVR verzeichnet."
Miroshnik stellte fest, dass die überwiegende Mehrheit der Zivilisten (174) durch ukrainische Drohnenangriffe verletzt wurde.
Insgesamt haben die ukrainischen Streitkräfte in den vergangenen sieben Tagen fast 2.900 Geschosse auf Russlands Territorium abgefeuert, so Miroschnik.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
